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Seite 2 Fahrt nach Oban

Schottlandreise 2006

Seite 2: Fahrt nach Oban

Schottische Frühstück, mit Ei, Schinken und Würstchen
Typisches schottisches Frühstück mit Ei, Schinken, Tomate und Würstchen. Was fehlt ist Haggis - gab es auch zum Frühstück.

Am darauf folgenden morgen ging es, nach einem schottischen Frühstück, nach Oban. Geplant war die Route über Balloch, Tarbert, Inveraray und dann Oban. Leider bogen wir zweimal mal falsch ab, was aber nicht weiter tragisch war.
 

So fuhren wir am Loch Lomond vorbei. Loch Lomond ist mit einer Länge von 37 km und einer Breite von knapp 7 km der größte Binnensee Großbritanniens. Mit den Trossachs5, dem Loch Katrine6 und dem einzigen „Lake“ in Schottland Lake Menteith, bildet das Gebiet mit einer Größe von 1865 qkm den Loch Lomond and Trossachs National Park. Er ist Schottland erster Nationalpark und wurde erst am 24. Juli 2002 eröffnet.
 

Die Fahrt am Loch Lomond ist wirklich empfehlenswert, die Uferstraße folgt den

Blick auf den Loch Lomond
Blick auf den Loch Lomond
Biegungen des Sees und es ergeben sich immer wieder neue Blicke auf den See, so das man meinen könnte es wäre ein neuer See. Es gibt Haltebuchten und auch Parkplätze und diese sollten genutzt werden um die Landschaft auf sich wirken zu lassen.

Nun genug des Müßiggangs, weiter Richtung Tarbert und dann zum Inveraray Castle. Inveraray Castle ist wohl eines der schönsten Schlösser Schottlands. Mit seinen Rundtürmen wirkt es nicht ganz so martialisch. Inveraray Castle ist Sitz der Herzöge von Argyll, der ältere Zweig des Campbell Clans. 1975 wurde es durch einen Großbrand stark beschädigt und aufgrund der hohen Instandsetzungskosten mußten die Eigentümer ihre Insel Iona7 verkaufen.

Inveraray Caste Rückansicht
Inveraray Castle, RÜckansicht
In der Inveraray Woollen Mill gibt es, neben Wollartikel und Anglerausrüstung auch Whisky. Hinten durch, leicht erhöht, gibt es eine feine Auswahl schottischer Whiskys und meist auch einen kostenlosen Dram8. Nun gab es also den ersten Schluck schottischen Whiskys – Ledaig. Ledaig ? Noch nie davon gehört. Zum damaligen Zeitpunkt ( Mai 2006 ) war ein Ledaig in Deutschland kaum zu bekommen. 1992 und 1997 wurden welche auf den Markt gebracht und 1999 ein 20-jähriger. Ledaig kommt aus der Tobermory Brennerei und einer der Unterschiede ist, das der Ledaig aus getorftem Malz destilliert wird. Ledaig hat eine sehr helle Farbe, ist aber kräftig im Geschmack, so das man meinen könnte er käme von Islay. Mittlerweile gibt es eine zehn- und eine achtjährige Abfüllung,sowie einen Ledaig Peaty ohne Altersangabe. Der Achtjährige wird in der Reihe Provenance von McGibbson herausgebracht, die beiden anderen sind Originalabfüllungen.

Doppelt geistig gestärkt ( Whisky + Castle ) geht es weiter Richtung Oban. Und wieder falsch abgebogen. Am Steuer saß derjenige der keinen Whisky getrunken hat, aber vielleicht lag es ja am Kartenleser, der hatte Whisky getrunken. Die Fahrt ging also über Ardlai und Minard am Loch Fine vorbei, der berühmt für seine Austern ist, nach Oban. 

Ankunft in Oban gegen halb vier Uhr nachmittags. Um unnötiges Kurven durch den Ort zu vermeiden wurde das Navigationssystem eingesetzt um die Unterkunft zu finden: Greencourt Guesthouse9 ist sehr schön auf halber Höhe zum  gelegen. Ja Sie haben richtig gelesen, Oban besitzt den Nachbau eines Kolosseums.

Oban mit Blick auf Kolosseum
Oban: Blick auf das Kolosseum. Der rote Schornstein markiert die Brennerei. Sie liegt mitten in der Stadt.
Der Bankier John Stewart McCaig ließ es Ende des 19. Jh.s für die damals enorme Summe von £ 5000 auf dem Battery Hill erbauen. Das Bauvorhaben war eine frühe Form der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und gleichzeitig setzte er seiner Familie und sich selbst ein Denkmal.
Oban ist ein schönes Städtchen das zum Bummeln und am Pier sitzen einlädt. Der Pub „Coasters Bar“ liegt direkt am Firth10 of Lorne
und ist von diesem nur durch die Straße getrennt. Dort aßen wir zu Abend, ganz klassisch Fish and Chips.

Zur Besichtigung der Oban Brennerei war es leider zu spät. Die Brennerei liegt mitten im Ort und die Gebäude sind ins Stadtbild integriert. Nur der Shop hatte offen und da muß man mal reingeschaut haben

Oban: Blick auf den Firht of Lorne Oban: Blick auf den Firth of Lorne vom "Coasters Pub" aus

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