Interwhisky 2007 FFM
INTERWHISKY 2007
Zum 9. mal fand die INTERWHISKY vom 23.11. bis 25.11.2007 im Intercontinental Hotel in Frankfurt am Main statt. Der Freitag war bis 15:00 Uhr den Fachbesuchern vorbehalten. Dieser Bericht handelt vom Besuch der Interwhisky von Samstag bis Sonntag.
Samstag 24.11.2007
Gegen 10:45 Uhr lief der ICE 624 in den Frankfurter Hauptbahnhof ein. Das Hotel ist ca. 500m Fußweg entfernt. Mit dem Taxi ist der Weg, aufgrund der Einbahnstraßen, doppelt so lang.
Die Schlange
für den Einlaß bildete sich ab kurz nach halb zwölf Uhr. Etwas ungünstig organisiert war, das ein Anstehen in zwei Schlangen unter Umständen notwendig war:
wurde ein Master Class Seminar gebucht, mußte man sich nochmals für den Empfang der Eintrittskarten für das Master Class Seminar anstellen. Denn diese Eintrittskarten gab es nur am Stand für Fachbesucher, obwohl am Stand für die Nichtfachbesucher ein großes Schild "Master Class" hing. Es ging aber zügig voran.
Der Eintritt für einen Tag kostete € 12,00, die 2-Tageskarte kam auf € 21,00 Euro, plus das obligatorische Degustationsglas mit der Aufschrift "Interwhisyky" zu € 3,00. Danach ab in die Ausstellung, aber vorher noch Zahlungmittel besorgen. Bezahlt wird auf der Interwhisky mit Chips zu je einem Euro. Zuviel gekaufte Chips können auch wieder in Euro umgetauscht werden.
Nach einem Rundgang durch die Ausstellung, um einen ersten Überblick zu gewinnen, blieb ich bei Johnny Walker stehen, um den neuen The Singleton of Dufftown
zu probieren. Kurz vor Abreise erreichte mich noch die Ankündigung eben dieses Whiskys aus der schottischen Stadt Dufftown ( gesprochen "Duffton") und weckte meine Neugierde. Auffällig ist zuerst die Flaschenform und -farbe. Sie ist aus blauem Glas gefertigt und hat eine flache, nicht runde, wie sonst üblich, Form. Sein Geruch steigt angenehm in die Nase, ohne eine Spur von Schärfe. So setzt er sich auch fort, ein weicher, samtiger Whisky, weit entfernt von den Geschmäckern der Islay-Whiskys. Ich würde ihn idealerweise als Aperitif reichen oder auf der Terrasse an einem lauen Sommerabend geniessen.
Weniger Meter weiter kam dann die erste große Versuchung auf mich zu: Rare Malt Selection by Diageo, Glen Mhor 28 Jahre, destilliert 1976, 51,9% Vol. Alc.
Es gibt nicht mehr viele Flaschen von diesem Whisky ( Anfangsproduktion ca. 6000 Flaschen und wieviele noch übrig sind, ist mir nicht berkannt.) und diese hier war im Whiskyshop für schlappe € 99,00 zu kaufen. Ich begnügte mich mit einem Dram, der weniger als ein zehntel kostete und mußte der Versuchung widerstehen unmittelbar die ganze Flasche zu kaufen. Weich, aber mit Charakter, ein Anflug von Zitrone und leicht torfig - das ist mein persönlicher Eindruck dieses aussergewöhnlichen Whisksys. Glen Mhor produzierte zu "Lebzeiten" immer charaktervolle Single Malt Whiskys, war aber der Öffentlichkeit nicht so bekannt. Wer so eine Flasche noch im Schrank, oder besser Tresor, stehen hat, sollte sie hüten.